
12.30 Uhr Auftakt-Kundgebung (Alexanderplatz / Rotes Rathaus)
ab ca. 12.00: Kultur: AXL MAKANA (Details)
Redner:
Dr. Peter Grottian (Redetext),
emeritierter Prof. für Politikwissenschaft an der FU Berlin, aktiv in der "Initiative Berliner Bankenskandal" und im "Berliner Sozialforum"
Tahera Chams (Redetext),
1938 in Kabul geboren, lebt seit 1976 in Berlin, Lehrerin und arbeitete als Erzieherin mit ausländischen Flüchtlingen, in der iranisch-afghanischen Frauenorganisation 8. März aktiv
Politiker-Befragung mit Parteienvertretern
Dr. Peter Strutynski (Redetext)
AG Friedensforschung an der Uni Kassel, Sprecher Bundesausschuss Friedensratschlag
13.45 Uhr Demonstration
Route: Spandauer Straße - Mühlendamm - Breite Straße - Schlossplatz - Unter den Linden - Glinkastraße - Behrenstraße - Ebertstraße - Platz des 18. März - Straße des 17. Juni (Abschlusskundgebung)
ab ca. 14.40 Uhr Abschlusskundgebung mit Kulturprogramm (Straße d. 17.-Juni)
mit den Gruppen Rotdorn (Details), Fried Drums (Details) und dem Theater Grenzenlos (Details)
Redner:
Dr. Andreas Buro (Redetext),
emeritierter Professor der Politikwissenschaft an der J.-W.-Goethe-Universität Frankfurt, Friedensforscher
Kelly Kampbell (Redetext),
US-Friedensbewegung ("United for Peace and Justice"), Mitglied der Org. "Eleventh of September Families for Peaceful Tomorrows", gegr. von Angehörigen der Opfer des 11. September, die sich gegen den Krieg gegen den Terror aussprechen. Waren im Januar 2002 in Kabul und forderten US-Hilfe für Opferfamilien der US-Angriffe in Afghanistan
Dr. Mohssen Massarrat (Redetext),
Professor für Politik und Wirtschaft am Fachbereich Sozialwissenschaften der Universität Osnabrück
Horst Schmitthenner (Redetext),
IG-Metall Verbindungsbüro soziale Bewegungen
Moderation:
Jutta Kausch,
Künstlerinnen und Künstler gegen Krieg
Dr. Ute Watermann
IPPNW
Lühr Henken
Sprecher des Hamburger Forums für Frieden
Bühnenregie/Produktion:
Stefan Zwingel, Berlin-Event-Concerts
Technische Gesamtleitung:
PAtronik e.V., Volker Salm
In den 90ern gab es in Berlin eine Band namens Mutabor, ein Zauberwort aus dem Märchen des Kalifen Storch.
Ihre Musik nannten sie "Blockflötenpunkrockfolk" und mit Texten über abgestandenes Bier, eine Fahrt nach Amsterdam oder die Liebe kamen sie schnell zu Kultstatus in Berlin und darüberhinaus.
Nach 8 Jahren Bandgeschichte und über 900 Konzerten in Deutschland (u.a. auch für die Friedensbewegung und gegen den Krieg im Irak) und vielen Teilen Europas und vermutlich einem Musiker-Rekord an ausverkauften Konzerten nahm Mutabor Abschied. Aber vielleicht ist es auch nur eine Auszeit?
Axel Steinhagen, Sänger und Texter von Mutabor ist nun Solo mit Axl Makana. "Makana" beschreibt das ekstatische Hochgefühl kollektiver Verbundenheit durch Einwirkung von Musik. Inspiriert ist diese Wortschöpfung von der äthiopischen Kultur, in der es den Rauschzustand beim Kauen einer bestimmten Pflanze bezeichnet. Im Makana-Universum wird dieser Zustand mit musikalischen und poetischen Mitteln eingeleitet: Abwechslungsreiche Arrangements auf eingängigen Reggae- und Latino-grooves, abgeschmeckt mit etlichen Gewürzen aus Afrika, Lateinamerika und Nahost runden die poppigen Ska-Beat`s & Dub-Bässe charmant ab. Die deutschen Texte verbinden Poesie mit Realismus und befördern positive Botschaften. Schokolade wird als Ersatzdroge entlarvt, Tanzen als Antidepressiva deklariert und die Muse aus der Zweifelhaft befreit. Makana dient als Lebenselixier. Die erste Single "Welcome to Makana" kam prompt in die Tagesrotation von Radio Multikulti (Berlin) und ist auf dem RIDDIM-Sampler der Septemberausgabe 2006 erschien. Die erste Tour war schnell ausgebucht, die zweite ist schon in Planung. Die erste CD wird im Oktober 07 veröffentlicht.
Weitere Informationen: www.makana-movement.de
ROTDORN hat sich dem Polit-Folk als musikalische Richtung verschrieben. Das Programm umfaßt schwerpunktmäßig Lieder gegen Krieg und Faschismus, wie Songs aus der Arbeiterbewegung und der internationalen Solidarität. Aber auch Folksongs und Instrumentalstücke aus Norddeutschland, Lateinamerika, Schottland und Irland sind fester Bestandteil des Programms.
Mehr Infos unter: www.rotdorn.placerouge.org
Die Fried Drums gibt es seit Herbst 2000. 25 MusikerInnen mit 50 Instrumenten. SchülerInnen, Lehrer und ehemalige vom Eich-Fried-Gymnasium in Berlin-Friedrichshain (daher der name). Geprobt wird wöchentlich im Schulkeller. Zum Repertoire gehören energetische Percussion-Grooves wie Samba, Reggae, Funk, Hiphop... Zuusammenarbeit gibts mit TänzerInnen (z.b. step by step), SängerInnen (chor, solisten) und instrumentalisten (Rockbands), behauen, bestrichen und geschüttelt werden u.a. Surdo, Caxixi, Triangel, Repinique, Tamborim, Timba, Caixa, Gitarre, Djembe, Reco-Reco, Ganza, Cola-Dose, Kpanlogo, Conga, Agogo .... Seit ihrem Bestehen hat die Gruppe Auftritte weit über den Lokalen Rahmen hinaus: Demos (z.b. Eröffnung der Abschlußkundgebung gegen den Irak Krieg am 15.2.2003 in Berlin an der Siegessäule, vor weit über 500.000 Menschen, Zur Wehrmachtsausstellung und bei unzählige Gegendemonstrationen zu Nazi-Aufmärschen), Straßenfeste (wo auch immer in Berlin), Konzerte und Teilnahme an Percussion-Festivals in Berlin, Lübeck, Aschersleben und Bremen (hier 1. Platz, Publikumspreis anlässlich des 153. Lübecker Volks- und Erinnerungsfestes an die Revolution 1848 im Jahr 2001, Preisträger als beste Kinder-und Jugendgruppe beim Karneval der Kulturen in Berlin 2002 sowie 2. Platz in der Gesamtwertung beim Karneval der Kulturen 2003 und im Jahr 2005 (Gemeinsam mit Tänzern und Maskenträgern). Im Herbst 2004 weilte die Gruppe zu einem einmonatigem Studienaufenthalt in Ghana/Afrika. Fried Drums werden die Demonstration zum Auftakt empfangen und mit ihrem Sound und ihrem Groove die passende mutmachende Einstimmung zur Kundgebung liefern.
Weitere Infos unter: www.frieddrums.de
Die Initiative Grenzen-Los! versteht sich als übergreifende und bindende Struktur vieler großer und kleiner Projekte und gesellschaftspolitischer Aktionen, die bisher von ihnen gestaltet wurden. Hierzu zählen: die Jugendtheaterwerkstatt Moabit (HipHop,Tanz, Theater und prozessbegleitendes Bildungsprogramm seit 2004), der Dokumentarfilm `Twentyone Moabit` (seit 2005, Moabits ehemalige Postleitzahl war die 21), das freie Theater, das in der Vergangenheit eine Anti-Kriegs-Trilogie unter dem Namen "Theater G86B" und aktuell die Einwanderungsparodie "Du bist Deutschland" sowie das Bewegungsstück der Gruppe SKET für die Proteste in Heiligendamm produziert hat (seit 2001), die Ausstellung "Bilderwelten-Weltbilder. Auseinandersetzungen mit Islamophobie" (seit 2005) und das Netzwerk gegen Islamophobie und antimuslimischen Rassismus.
Die Theatergruppe erhielt den "Drei-Königs-Preis" des Diözesanrat des Erzbistums Berlin für die besonders gelungene Integration Junger Zuwanderer. Die "Jüdische Allgemeine" schreibt unter der Überschrift "Bühne mit Botschaft" in ihrer Ausgabe vom 9. Juni 2005 über das Theaterprojekt, in dem "die Schüler verstehen lernen, dass sie zusammenhalten müssen. Gegen Neonazis zu sein, ist nicht genug, wenn die jüdische Mitschülerin ausgeschlossen bleibt."
Weitere Infos unter: grenzen-los.eu/